12. 09. 2017

Was hilft gegen Glomerella bei Callunen?

Callunenversuch an der LVG Bad Zwischenahn: Blick auf die Kulturfläche mit Gießwagenbewässerung am 9. September 2016. Foto: Heinrich Beltz
Erstellt von Heinrich Beltz

Triebsterben durch den Pilz Glomerella cingulata ist eines der größten Kulturrisiken bei Calluna vulgaris. Vor allem bei niederschlagsreicher Witterung kann dieser Krankheitserreger hohe Ausfälle verursachen.

Um die Wirkung von Maßnahmen gegen Glomerella-Triebsterben zu prüfen, laufen seit 2015 an der LVG Bad Zwischenahn in Zusammenarbeit mit dem Pflanzenschutzamt Niedersachsen Versuche zur Wirkung verschiedener Fungizide und Pflanzenstärkungsmittel.

Am 4. Mai 2016 wurden Jungpflanzen von Calluna ‘Amethyst’ in 10,5-cm-Töpfe getopft und auf einer Kulturfläche unter Gießwagenbewässerung mit Flüssigdüngung kultiviert. Ein Teil der Pflanzen wurde mit Fungiziden behandelt, von denen ein Teil allerdings noch nicht zugelassen ist. Der andere Teil wurde mit einem Pflanzenstärkungsmittel oder einem Dünger behandelt.

Vorbeugende Behandlungen mit Fungizid-Spritzfolgen

Zum Einsatz gegen Glomerella können nach den Versuchsergebnissen vorbeugende Behandlungen mit Spritzfolgen aus Fungiziden wie Switch oder Geoxe WG, Delan Pro, Score, Folicur und, wie die Ergebnisse des Vorjahres gezeigt hatten, Mirage 45 EC, Askon, Malvin WG sowie anderen, hier nicht geprüften Fungiziden im Wechsel miteinander empfohlen werden.

Wirkstoffe aus den Gruppen der Strobilurine oder Carboxamide sowie ein homöopathisches Pflanzenstärkungsmittel (Biplantol) und ein Dünger (Hicure) zeigten in diesem Versuch keine Wirkung. Sie sollten nur dann eingesetzt werden, wenn im Einzelfall gute Erfahrungen damit vorliegen.

Die detaillierten Versuchsergebnisse finden Sie in der September-Ausgabe der Gärtnerbörse mit dem Themenschwerpunkt Azerca-Kulturen. Dieser umfasst Beiträge zur Düngung und zum Pflanzenschutz ebenso wie Betriebsporträts oder Informationen zu neuen Sorten.

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