08. 05. 2017

Orangefarbene Petunien: Verkaufsstopp?

Die finnische Behörde für Lebensmittelsicherheit machte über Twitter auf die gentechnisch veränderten Petuniensorten aufmerksam. Foto: EVIRA

16 orangefarbene Petuniensorten wurden bisher identifiziert, die auf einen offiziellen Verkaufsstopp in Deutschland zusteuern könnten. Hier finden Sie die Sorten im Überblick (einige der Handelsnamen in der Liste bezeichnen identische Sorten).

Keine Verbreitung von gentechnisch veränderten Produkten in der EU

In der EU ist es verboten, Produkte mit gentechnisch verändertem Erbmaterial in Umlauf zu bringen oder anzubauen. Nur einzelne Ausnahmeregelungen bestehen. Die finnische Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte die orangefarbenen Petunien aufgrund ihrer ungewöhnlichen Blütenfarbe im Labor unter die Lupe genommen und manipuliertes Erbgut festgestellt. Der Verkaufsstop erfolgte in Finnland am 27. April. Eine solche Maßnahme anzuordnen, bleibt Sache der Länder und fällt nicht unter die Rechtsprechung der EU.

Der Zentralverband Gartenbau hat seine Mitgliedsbetriebe bereits aufgerufen, keine orangefarbenen Petuniensorten mehr zu verkaufen. Ein offizieller Verkaufsstop steht in Deutschland noch aus.

Folgende orangefarbenen Petunien-Sorten könnten in der Bundesrepublik für den Verkauf gesperrt werden:

  • ‘Pegasus Orange’
  • ‘Pegasus Table Orange’
  • ‘Pegasus Orange Morn’
  • ‘Perfectunia Mandarin’
  • ‘Perfectunia Orange Morn’
  • ‘Perfectunia Orange’
  • ‘Bingo Mandarin’
  • ‘Bingo Orange’
  • ‘Go!Tunia Orange’
  • ‘Salmon Ray’
  • ‘Viva Orange’
  • ‘Potunia Plus Papaya’
  • ‘Bonnie Orange’
  • ‘African Sunset’
  • ‘Sanguna Patio Salmon’
  • ‘Sanguna Salmon’

Petunien: Gentechnisches Material könnte aus Freilandversuchen stammen

Das Bundesministerium für Umwelt hält es für möglich, dass das Genmaterial aus Freilandversuchen stammen könnte, die das Max-Planck-Institut vor 27 Jahren durchgeführt hat, wie der WDR berichtet. Genaueres sollen die derzeitigen Nachforschungen der EU-Mitgliedsstaaten ans Licht bringen, vor allem welche Märkte die gentechnisch veränderten Petunien bereits erreicht haben.


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