16. 05. 2017

Glyphosat: EU will noch zehn Jahre geben

Wenn es nach der EU-Kommission geht, soll der Einsatz von Glyphosat für weitere zehn Jahre erlaubt bleiben. Zumindest ist die Behörde Medienberichten zufolge heute einem Vorschlag von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis gefolgt, mit den Mitgliedstaaten diesbezüglich Gespräche aufzunehmen.

EU-Mitglieder können Glyphosat auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet verbieten

Gleichzeitig, so der Hinweis aus Brüssel, können die EU-Mitglieder von ihrem Recht Gebrauch machen, Pflanzenschutzmittel mit dem umstrittenen Wirkstoff auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu verbieten. Denn nach wie vor herrschen in der Europäischen Union geteilte Meinungen über Glyphosat und dessen weitere Zulassung.

Während etwa der EU-Agrarkommissar Phil Hogan die uneingeschränkte Anwendung des Herbizids sowohl für Landwirte als auch für Hobbygärtner befürwortet, appellierte der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner laut Medienberichten an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, dem jüngsten Kommissionsvorschlag nicht zuzustimmen.

EU-Kommission beruft sich auf Glyphosat-Einstufung der ECHA

Die EU-Kommission wiederum beruft sich auf die im März veröffentlichten Erkenntnisse der Europäischen Chemikalienagentur ECHA, die Glyphosat weder als krebserregend, erbgutschädigend noch die Fortpflanzung gefährdend eingestuft hatte.

Wie die EU-Kommission Medienberichten zufolge noch einmal hervorhob, will sie gemeinsam mit den Mitgliedstaaten eine Lösung finden, die „ein hohes Niveau des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Umwelt garantiert“.

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