25. 01. 2018

GlasMetall übernimmt Siedenburger

GlasMetall will den in finanzielle Schieflage geratenen Gewächshausbauer Siedenburger Stahl + Glasbau übernehmen. Perspektivisch will sich das Unternehmen mit Sitz im westfälischen Rahden-Sielhorst durch die Transaktion zum bundesweit größten Spezialisten für den Bau von Gartencentern entwickeln.

Konsolidierung an einem Standort geplant

Der bereits am 12. Januar unterzeichnete Übernahmevertrag sieht vor, dass die Marke und Geschäfte von Siedenburger nebst allen Kundenkontakten, dem vollständigem Inventar sowie sämtlichen 51 Mitarbeiten zum 1. März an GlasMetall übergeht. Das Firmengebäude mietet übergangsweise der Insolvenzverwalter Dr. Yorck Tilman Streitbörger an.

Darüber hinaus will GlasMetall in den kommenden anderthalb Jahren beide Unternehmen an einem Standort konsolidieren, wie es in der offiziellen Presseerklärung zu den Übernahmeabsichten heißt. All diesen Plänen muss zwar noch die Gläubigerversammlung zustimmen, was von Insolvenzverwalter Streitbörger aber eher als Formalie eingestuft wird.

Kein Kunden-Kannibalismus

Wie GlasMetall-Geschäftsführer Rüdiger Wolf betont, passe das Produktportfolio der beiden Unternehmen aufgrund seiner sehr ähnlichen Ausrichtung gut zusammen. Sowohl GlasMetall als auch Siedenburger sind in der Projektierung innovativer Stahl-, Glas- und Aluminium-Bauten aktiv – wozu Gartencenter ebenso gehören wie der klassische Gewerbebau sowie Wintergärten und Gewächshäuser für Privatkunden.

„Allerdings waren wir bisher in weitestgehend unterschiedlichen Kundenbereichen unterwegs, sodass es keinen Kunden-Kannibalismus gibt! Die Übernahme stärkt unsere Position im deutschen Markt ganz erheblich und untermauert unser Wachstum aus den letzten Jahren“, so Wolf weiter.

GlasMetall-Geschäftsführer früher Mitarbeiter von Siedenburger

Eine persönliche Verbindung zum Unternehmen Siedenburger, gegen das das Amtsgericht Bielefeld am 26. Oktober 2017 das Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet hatte, hegt gar der zweite GlasMetall-Geschäftsführer, Wilfried Meier. „Bis vor 22 Jahren habe ich selbst bei Siedenburger im Verkauf gearbeitet und freue mich jetzt natürlich besonders, dass uns dieser Coup gelungen ist und vor allem darüber, dass wir über 50 Arbeitsplätze erhalten konnten.“

Mit der Übernahme anderer Unternehmen hat die 1996 gegründete GlasMetall GmbH bereits im vergangenen April Erfahrungen gesammelt, als sie den Zuschlag für die Firma Stahlbau Hagen in Haren an der Ems bekam und dadurch die eigene Produktpalette um die klassische Fertigung von Stahlkonstruktionen für Gebäude erweitern konnte.

Belegschaft von GlasMetall wächst auf über 130 Mitarbeiter

„Dieser Schritt war mit der Übernahme von 20 Mitarbeitern bereits ein Meilenstein in der Geschichte der GlasMetall. Jetzt kommen noch einmal 51 dazu. Aber wir benötigen jeden Einzelnen davon, um der starken Nachfrage im Markt gerecht werden zu können“, sind Wolf und Meier überzeugt. Mit der Belegschaft von Siedenburger wächst das GlasMetall-Personal zum 1. März auf insgesamt über 130 Mitarbeiter.

Bis dahin will das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter und der bisherigen Geschäftsleitung von Siedenburger den Betriebsübergang vorbereiten.

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