04. 05. 2018

Der richtige Standort für Pelargonien

Die vor über 300 Jahren nach Europa eingeführte Pelargonie stammt als Wildpflanze ursprünglich aus Südafrika. Foto: WDR Mediathek Screenshot

Pelargonien sind wahre Sonnenanbeter. Sie bevorzugen sonnige Standorte. Ein leichter Regenschutz auf dem Balkon bewahrt die Blüte vor Fäulnis, da gerade gefüllt blühende Pelargonien sonst leicht Botrytis (Grauschimmel) bekommen. Die einfach blühenden Pelargonien sind oft selbstreinigend und kommen mit einer schlechten Witterung besser zurecht.

Pelargonien: robuste Sonnenanbeter

Pelargonien sind robust, aber faule Blätter und Blüten sollten wöchentlich entfernt werden. Gerade bei gefüllt blühenden Sorten ist die Nachblüte besser, wenn man sie regemäßig putzt. Das bedeutet: Entfernen Sie abgeblühte Blütenstände!

Pelargonien vertragen keine Staunässe und sind weniger zu gießen als viele andere Balkonpflanzen. Sie vertragen es gut auch mal einen Tag trocken zu stehen. Die vor über 300 Jahren nach Europa eingeführte Pelargonie stammt als Wildpflanze ursprünglich aus Südafrika und daher ist die Vorliebe für einen sonnigen, trockenen Standort zu erklären. Im Halbschatten bilden sie weniger Blüten aus.

Gestalten mit Duft, Farbe und Form

Pelargonien überzeigen mit einer Vielfalt, die den Klassiker immer wieder neu erscheinen lassen. In Säulenform gezogen, als Hanging Basket und als Star in der Schale: Pelargonien sind nicht nur im Gartenbeet oder Balkonkasten einfach bezaubernd! Sie lassen sich in Farbkombinationen gestalten und miteinander mischen, wenn man die Wuchsformen beachtet.

Die Sorten der hängenden Pelargonien sind für Ampel oder als abfließende Form im Balkonkasten ideal. Dagegen sind Sorten der Pelargonium x hortorum eher als stehende Pflanzen im Kasten oder Beet geeignet. Besonders interessant ist die Kombination mit Blattschmuckpelargonien, die eine faszinierende Zeichnung und Farbgebung besitzen. Diese sind besonders in England populär.         

Gaumenfreude: Duftpelargonien als Gewürz

Gerade für den Naschgarten sind Kombinationen von Duftpelargonien und Kräutern ein Genuss. Sie lassen sich zur Würze von Speisen nutzen. Denn in den Blättern befinden sich ätherische Öle, die sich in den Geschmacksrichtungen wie Pfefferminze, Cola, Waldmeister, Zitrone, Muskat, Pfirsich oder Eucalyptus beschreiben lassen. Sie sind fruchtig und besonders aromatisch. Am intensivsten ist die Würzkraft junger Blätter. Vorsicht: Weniger ist oft mehr!       

Blumenampel und Balkonkasten: Tipps zur Pflege

Pelargonien sind nährstoffbedürftig und sollten regelmäßig gedüngt werden. In hochwertigen Kultursubstraten gedeihen sie prächtig,  wenn diese einen 30 prozentigen Tonanteil besitzen. Nur die sukkulenten Formen der Wildpelargonien gedeihen in Kakteenerde besser. Wichtig ist: Pelargonien vertragen keine Staunässe und bevorzugen es etwas trockener. Daher ist in jedem Gefäß für einen guten Wasserabzug zu sorgen. Der Fachhandel bietet eine Vielzahl von Gefäßen an, die diesem Bedürfnis der Pelargonien perfekt entsprechen.
     
Dies betonte unser Kollege Andreas von der Beeck als Pelargoniensammler in der WDR-TV-Sendung „Hier und Heute“ am 03.05.2018. Der Beitrag ist in der WDR Mediathek ein Jahr lang zu sehen. (AvdB)

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