09. 01. 2018

Bayer: neues Forschungsgewächshaus

Weihen das neue Forschungsgewächshaus von Bayer ein (v. l.): Adrian Percy (Leiter Forschung und Entwicklung), Axel Trautwein (Leiter Chemische Forschung), Markus Dollinger (Leiter Insektizidforschung), Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann, Projektleiter Torsten Knohl und Bayer-Standortleiterin Simone Rosche. Foto: Bayer

Bayer hat gestern sein neues Forschungsgewächshaus in Monheim in Betrieb genommen. In dem 45 Millionen teuren Gebäudekomplex will der Chemie-Riese neue selektive Insektizide entwickeln und damit langfristig seine Spitzenposition im weltweiten Markt für Schädlingsbekämpfungsmittel sichern.

Neubau ist ein Bekenntnis zum Forschungsstandort NRW

„Der Neubau soll dabei helfen, eine fundamentale Herausforderung unserer Zeit zu meistern: die Nahrungsmittelversorgung weltweit sicherzustellen“, so Dr. Dirk Backhaus, Leiter Product Supply und Mitglied der Geschäftsleitung der Bayer-Division Crop Science. Gleichzeitig sei das 11.000 Quadratmeter große Gewächshaus, das Bayer zufolge „hätte überall auf der Welt stehen können“, ein Bekenntnis des Konzerns zum Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen.

Von dem neuen Gewächshaus verspricht sich Bayer verbesserte Möglichkeiten, um neue selektive Insektizide zu entwickeln. Der gestern offiziell eröffnete Gebäudekomplex mit angeschlossenen Labor- und Büroräumen bietet dem Unternehmen zufolge „optimale Bedingungen für Anzucht und Tests von mehr als 30 verschiedenen Kulturpflanzenarten und über 40 zum Teil exotischen Schädlingsarten und Nützlingen“. Auch mit transgenen Pflanzen und neuen Züchtungen könne hier gearbeitet werden.

Parallele Studien an heimischen und exotischen Nutzpflanzen möglich

In den insgesamt 133 Kammern des Forschungsgewächshauses lassen sich verschiedenste Klimabedingungen simulieren. Individuell einstellbar sind etwa Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Tageslängen oder Luftfilterung – was „parallele Studien an heimischen und exotischen Nutzpflanzen mit den in Entwicklung befindlichen Wirkstoffen und alternativen Technologien wie biologischem Pflanzenschutz, Pflanzenzüchtung und nützlingsverträglichen Kombinationsstrategien“ ermöglicht, so das Unternehmen.

„Wir sind davon überzeugt, den dringenden Bedarf unserer Kunden befriedigen zu können – mit innovativen Produkten auf Basis der hier entwickelten insektiziden Wirkstoffe. Und damit gleichzeitig zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beizutragen“, sagt Dr. Markus Dollinger, Leiter der Bayer-Insektizidforschung.

Gesellschaftliche Unterstützung wichtig für industrielle Forschung

Die gestrige Eröffnungsfeier nutzte Bayer zudem, um die zum Teil sehr emotional geführte, öffentliche Pflanzenschutzmittel-Diskussion und das große Medieninteresse am Insektensterben zu thematisieren. „Wir leben in einer Zeit, in der Populismus und politische Polarisierung die Akzeptanz der modernen Wissenschaft gefährden“, sagte Backhaus mit Verweis auf Glyphosat und Neonikotinoide in seiner Rede.

Wichtig für die industrielle Forschung sei deshalb sei deshalb die Unterstützung seitens der Gesellschaft. „Unsere Aufgabe besteht darin, der Öffentlichkeit in einem offenen und transparenten Dialog zu vermitteln, welche innovativen Lösungen wir bei Bayer entwickeln, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, und so die Kluft zwischen Produzenten und Konsumenten zu überbrücken“, so Backhaus.

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