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21.07.2010

Gartenbau-Versicherung muss Steuern nachzahlen

2009 war für die Gartenbau-Versicherung VVaG ein mittleres Schadenjahr, in dem sie Beitragszuwächse von 3,6 Prozent erzielen konnte. Allerdings trübt eine Nachforderung des Finanzamtes den ansonsten zufriedenstellenden Geschäftsverlauf erheblich.

Bei der Mehrgefahrenversicherung für Freiflächen werden für den Versicherungsbeitrag 19 Prozent Versicherungssteuer fällig. Bei der reinen Hagelversicherung beträgt die Versicherungssteuer dagegen 0,2 Promille von der Versicherungssumme. Eine Sonderprüfung der Finanzbehörden ergab nun - bedingt durch eine andere Einstufung - eine Nachforderung in Höhe von 3,56 Millionen Euro. Mehr dazu in Gärtnerbörse 8.

 

Schwere Unwetter verwüsten Gartenbaubetriebe

Am Montag, dem 12. Juli 2010, wüteten schwere Unwetter über Deutschlands Westen und Nordwesten. Die Gewitter zeichneten sich vor allem durch vorausgehende Starkwinde mit Windgeschwindigkeiten von lokal bis zu 130 Kilometern pro Stunde aus. In mehreren Fällen waren zudem Tornados kleineren Ausmaßes eingelagert. Bei den Niederschlägen handelte es sich meist um Starkregen, nur in einzelnen Fällen trat hier auch Hagel auf.

Während die Gartenbau-Versicherung Schadensmeldungen aus nahezu ganz Nordrhein-Westfalen und teils auch aus Niedersachsen erreichten, konzentrierte sich das Hauptschadengebiet auf den Niederrhein. Hier waren bis Dienstagmittag (13. Juli) insgesamt etwa 120 Schadensmeldungen zu verzeichnen, die sich zwischen Nettetal (Kreis Viersen) und Kevelaer (Kreis Kleve) ereigneten.

In den meisten Fällen handelte es sich hierbei um Glasschäden kleineren bis mittleren Ausmaßes. Allerdings waren auch einige große Einzelschäden zu verzeichnen. Zu erheblichen Schäden an einem Foliengewächshaus mit F-Clean-Eindeckung führte das Unwetter vom 12. Juli - hier vermutlich durch einen eingelagerten Tornado - im Kreis Viersen. Die Schadensumme liegt nach Schätzung der Gartenbau-Versicherung im Bereich von bis zu einer Million Euro, da auch die Gewächshauskonstruktion in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Auch an Freilandkulturen - hier insbesondere an Schnittblumen und blühenden Topfstauden südlich von Straelen - kam es zu nennenswerten Schäden. Die Gartenbau-Versicherung schätzt das Ausmaß der versicherten Schäden auf insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Seit Eingang der ersten Schadensmeldungen sind Mitarbeiter der Gartenbau-Versicherung und Schätzer vor Ort, um in den betroffenen Betrieben für eine zügige Schadensregulierung zu sorgen.

 

19.07.2010

Gärtner-Ecklohn steigt in NRW um zwei Prozent

Am 7. Juli 2010 haben die Gartenbauverbände Nordrhein-Westfalen und die IG Bauen-Agrar-Umwelt einen Tarifabschluss für den Erwerbsgartenbau in NRW getätigt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit ab dem 1. April 2010 und ist erstmals kündbar zum 31. März 2012.

Der Ecklohn im Erwerbsgartenbau und in der Floristik erhöht sich danach ab dem 1. August 2010 um 2,0 Prozent von 10,87 auf 11,09 Euro. Der Ecklohn der Friedhofsgärtner steigt um 22 Cent, von 11,65 auf 11,87 Euro. Auch die Gehälter werden zeitgleich um 2,0 Prozent angehoben. Damit liegt das neue Eckgehalt bei 2406,74 Euro. Die unteren Gehaltsgruppen erhalten eine höhere Anhebung.

Zusätzlich bekommen alle Vollzeitbeschäftigten zwei Sonderzahlungen in Höhe von 100 Euro, fällig am 1. November 2010 und am 1. Juni 2011. Die teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer erhalten diese Zahlung anteilig.

Die Ausbildungsvergütung erhöht sich ab dem 1. August 2010 auf 450 im ersten, 500 im zweiten und 570 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Daneben wurde vereinbart, in den Lohngruppen der ungelernten Arbeitnehmer die noch vorhandenen Altersgrenzen zu streichen.

 

Software-Projekt: Prima Klima im Gewächshaus

Eine Forschungsgruppe der Fachhochschule Osnabrück (FH) entwickelt derzeit eine Software, um die Klimasteuerung in Gewächshäusern zu verbessern. Neben den eigenen Erfahrungen sollen Gärtner im Unterglasanbau künftig auf Daten zurückgreifen können, die als Basis der Fehlererkennung dienen. Das Projekt, kurz Klipa genannt, hat Modellcharakter. Klipa steht für Klima- und Pflanzenparameter.

Dazu erfassen Kameras automatisch fortlaufend die Wachstumsleistung und Biomasseproduktion der Pflanzen. Gleichzeitig registriert ein Computer alle zu dem jeweiligen Zeitpunkt bestehenden Klimafaktoren, wie etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung. Diese Daten werden dokumentiert und eine Datenbank wird generiert.

Im Herbst vergangenen Jahres startete das Projekt, es läuft noch bis Mitte 2012. Im selben Jahr ist der erste Probeeinsatz des Systems geplant. Ob und wie das System vermarktet wird, ist derzeit noch nicht geklärt. Mehr unter www.klipa.fh-osnabrueck.de.

 

CC: Einführung des RFID-Chip erneut verschoben

Um den CC-Container-Pool vor gefälschten minderwertigen Containern zu schützen, soll zukünftig in die neuen CC-Schlösser ein RFID-Chip integriert sein. Nachdem zunächst Anfang 2010 als Termin der Einführung geplant war, verschob Container Centralen ihn auf den 1. November 2010 und nun erneut auf den 10. Januar 2011.

Je näher der Tag für die Einführung von RFID rückt, umso zahlreicher seien die Unsicherheiten und Fragen der Nutzer des CC-Container-Pools geworden, teilt CC als Begründung mit. Man nehme diese Anregungen, Fragen und Feststellungen des Marktes sehr ernst. Die an diesem Projekt beteiligten RFID-Partner - FloraHolland, Landgard, VGB (die holländische Union der Blumengroßhändler), Gasa Group und CC - hätten daher einer erneuten Verschiebung zugestimmt.

 

Neuer Geschäftsführer der BFGS heißt Meyer

Tobias T. Meyer (Bad Homburg) ist neuer Geschäftsführer der Buchstelle für Gartenbau und verwandte Betriebe Steuerberatungs-Gesellschaft (BFGS). Er folgt auf Horst-Dieter Riepe, der zum 20. April dieses Jahres nach mehr als 25-jähriger Amtszeit als Geschäftsführer ausschied.

Meyer ist seit 2007 Geschäftsführer der DBB DATA Steuerberatungs-Gesellschaft. Er hat über zehnjährige Erfahrung in Beratung und Prüfung mittelständischer Betriebe. Als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater arbeitete Meyer sich in den vergangenen Jahren vermehrt in die grüne Branche ein. Weiterhin führt er die Zusatzqualifikation Landwirtschaftliche Buchstelle.

Die 1927 gegründete BFGS hat sich auf die Betreuung von Gartenbaubetrieben aller Sparten sowie land- und forstwirtschaftlichen Betrieben spezialisiert. Zusammen mit der DBB DATA hat die BFGS bundesweit 16 Niederlassungen.

 

16.07.2010

öga-Medienaward: Preis ging an Ricoter

Erstmals wurde ein "öga-Medienaward, Kommunikationspreis der Grünen Branche" verliehen. Der mit 8000 Franken - knapp 6000 Euro - dotierte Preis ging an Ricoter Erdaufbereitung. Für den Preis infrage kamen Unternehmen, die durch ihre Marketing- und Werbemaßnahmen auffallen und zugleich Aussteller der Schweizer Gartenbau-Fachmesse sind. Sechs Unternehmen waren nominiert.

Ricoter erhielt den Preis, weil das Unternehmen seine Firmenphilosophie konsequent umsetze und über die Landesgrenzen durch einprägsames Marketing sowie engagierte Öffentlichkeitsarbeit wirke. Das Unternehmen setzt auf optisch ansprechende Werbung auf Basis von Qualität und Lifestyle. 2010 hatte man die vorjährige Miss Earth Schweiz als "Markenbotschafterin" für Plakate und Inserate gewonnen.

An den beiden Standorten in Aarberg und Frauenfeld sind etwa 40 Mitarbeiter für Ricoter tätig. Das Unternehmen produziert jährlich über 200.000 Kubikmeter Substrat. Dabei wird der Torfanteil weitgehend reduziert. Das Sortiment umfasst über 50 Erden. Der öga-Medienaward wurde vom Schweizer Verlag Der Gartenbau und dem Verlag Eugen Ulmer (Stuttgart) ausgelobt.

 

BAföG-Änderung im Vermittlungsausschuss

An den Vermittlungsausschuss überwiesen haben die Länder das Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) in ihrer Sitzung am 9. Juli 2010. Sie verlangen, dass der Bund die aus dem Gesetz resultierenden Mehrausgaben allein trägt.

Mit dem Gesetz will der Bundestag das BAföG weiterentwickeln. Neben der Erhöhung der Bedarfssätze und der Freibeträge sieht er daher auch strukturelle Anpassungen an Entwicklungen in den Ausbildungsgängen der Schulen und Hochschulen vor.

Die Bedarfssätze sollen um zwei, die Freibeträge um drei Prozent steigen. Daneben soll die allgemeine Altersgrenze der Ausbildungsförderung von 30 Jahren für Masterstudiengänge auf 35 Jahre angehoben werden.

 

Grundsätze zur guten fachlichen Praxis erneuert

Die Grundsätze für die Durchführung der guten fachlichen Praxis im Pflanzenschutz wurden überarbeitet. Die Veröffentlichung erfolgte am 21. Mai im Bundesanzeiger. Die Neufassung sieht vor, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gemäß § 6 Absatz 4 PflSchG aufzuzeichnen. Soweit Schläge vorhanden sind, hat dies schlagspezifisch zu geschehen. Damit wird § 5 des Bundesnaturschutzgesetzes umgesetzt.

Aufzuzeichnen sind: Name des Anwenders, Anwendungsfläche und -datum, verwendetes Pflanzenschutzmittel, Aufwandmenge sowie Anwendungsgebiet. Die Aufzeichnung soll zeitnah erfolgen. Dies bedeutet im Regelfall spätestens vier Wochen nach der Anwendung. In Ausnahmefällen werden acht Wochen akzeptiert, etwa wenn die Behandlung durch einen Lohnunternehmer durchgeführt wurde.

Anwendungsfläche meint die Bezeichnung der Fläche. Bei Tankmischungen müssen alle enthaltenen Pflanzenschutzmittel dokumentiert werden. Die Aufzeichnungen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren, gerechnet ab Beginn des Jahres, das auf das Jahr des Entstehens der Aufzeichnung folgt.

Die gute fachliche Praxis ist gesetzliche Vorschrift und verbindlich zu befolgen. Die aktualisierte Fassung ergänzt die bestehenden rechtlichen Regelungen. Die Neufassung finden Sie unter www.bmelv.de, Rubrik Service/Publikationen.

 

14.07.2010

"Wer ausbildet, stabilisiert die Volkswirtschaft"

Wie überragend wichtig das Engagement in der Berufsausbildung für jede Branche ist, hob der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans-Ulrich Bigler, beim Gästeempfang zur Messeeröffnung auf der Schweizer Gartenbau-Fachmesse öga hervor. Personen mit Berufsausbildung hätten ein dreimal geringeres Risiko, arbeitslos zu werden. Wer junge Leute fähig macht, in den Arbeitsmarkt einzusteigen, leiste daher einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag und stabilisiere die Volkswirtschaft.

 

Gärtner auf Schloss Ippenburg freigesprochen

Am 25. Juni 2010 fand auf der Landesgartenschau in Bad Essen die Freisprechung von 50 neuen Gärtnern statt. Acht der insgesamt 50 Absolventen lernten im Produktionsgartenbau, 42 im Garten- und Landschaftsbau.

Eine Ausbildung im Gartenbau lohne sich mehr denn je. Den Absolventen stehe ein günstiger Arbeitsmarkt offen. Der Gärtnerberuf biete vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten vom Meister bis zum Studium.

Einige Ausbildungsplätze im Gartenbau seien noch frei. Interessenten haben auch kurzfristig noch eine Chance. Dies erklärten Claudia Middendorf und Simone Heckmann, Ausbildungsberaterinnen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

 

12.07.2010

Minijobber: Fragebogen zu den Beschäftigungen

Wer als Arbeitgeber Minijobber einstellt, hat im Idealfall bereits bisher jeden neuen Mitarbeiter einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen lassen. Dabei geht es besonders um die schriftliche Bestätigung des Minijobbers, dass er dem Arbeitgeber die Aufnahme weiterer Jobs anzeigen wird. Genau aus diesem Grund werden solche Fragebögen bald zur Pflicht.

Ab dem 1. Januar 2011 hat jeder Betrieb eine Erklärung des geringfügig Beschäftigten über weitere Beschäftigungen zu den aufzubewahrenden Personalunterlagen zu nehmen. Gleichzeitig wird ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben, dass eine Bestätigung des Arbeitnehmers in den Unterlagen enthalten sein muss, wonach er dem Arbeitgeber die Aufnahme weiterer Beschäftigungen anzuzeigen hat.

Vorgesehen ist diese Änderung der Beitragsverfahrensverordnung mit dem "Dritten Gesetz zur Änderung des SGB IV und anderer Gesetze". Im Ergebnis bedeutet dies für die meisten Unternehmen jedoch nur eine Klarstellung, da aufgrund der Aussagen in den Geringfügigkeitsrichtlinien bereits mehrheitlich die Entgeltunterlagen durch eine Erklärung ergänzt wurden. Neu ist allerdings die Bestätigung des Arbeitnehmers, von seiner Anzeigepflicht in Kenntnis gesetzt worden zu sein.

 

Erste deutsche Betriebe mit FLP-Zertifikat

Aktuell erhielten zwei ostwestfälische Blumenanbaubetriebe das FLP-Zertifikat (Flower Label Program) für umweltverträglichen und sozialverantwortlichen Blumenanbau: Blumenhof Schwagmeier aus Herford und der Betrieb Schöwerling aus Halle.

Beide gehören zu den ersten fünf Zierpflanzenbetrieben bundesweit, die sich an dem Projekt "Blumen.natürlich" - gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) - beteiligen und nun ihre zertifizierten Waren auch in Bielefeld anbieten. Dort ist seit zehn Jahren die Fairschenk-Kampagne im Einsatz, um das Angebot von FLP-Blumen aus umwelt- und sozialverträglicher Produktion im Handel zu erhöhen, aber auch die Nachfrage danach zu fördern.

Bislang beschränkte sich die FLP-Zertifizierung ausschließlich auf Import-Schnittblumen. Das auf der IPM 2010 in Essen vorgestellte Prüfverfahren des FLP sieht nun auch die Module "FLP regional" für im Umkreis von maximal 200 Kilometer vermarktende Betriebe und "FLP bio" für zertifizierte Bio-Betriebe, die auch die FLP-Kriterien einhalten, vor.

 

Kompromissvorschlag zur Solarförderung erzielt

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich am 5. Juli 2010 auf einen Kompromiss zur Absenkung der Solarförderung geeinigt. Danach sollen die Vergütungssätze in zwei Stufen gesenkt werden. Rückwirkend zum 1. Juli dieses Jahres werden die Vergütungssätze für Strom von Hausdachanlagen um 13 statt wie geplant 16 Prozent, für Freiflächenanlagen um zwölf und für Anlagen auf Konversionsflächen um acht Prozent gesenkt. In einer zweiten Stufe werden die Vergütungssätze für Anlagen, die nach dem 30. September 2010 in Betrieb genommen werden, zusätzlich um drei Prozent gekürzt.

 

09.07.2010

Silvano Frigo hört bei Florcoop Lago Maggiore auf

Silvano Frigo, bekannt als Koordinator, Organisator und Ansprechpartner für die Aussteller der italienischen Messehalle auf der IPM, hat sich am 30. Juni 2010 aus seinen Funktionen bei der Florcoop Lago Maggiore Pflanzengenossenschaft im italienischen Nebbiuno zurückgezogen.

Nach 48 Jahren Berufstätigkeit möchte er etwas kürzer treten. Weiter betreuen wird er die italienischen Messeaktivitäten auf der IPM. Auch seine Präsidentschaft von Consorzio Fiori Tipici Lago Maggiore wird Frigo beibehalten und die diesem Gütesiegel angeschlossenen Betriebe weiter vertreten.

 

Christian Wulff eröffnet Emsflower-Probegarten

Niedersachsens bisheriger Ministerpräsident Christian Wulff eröffnete den Emsflower-Probegarten in Emsbüren am 25. Juni 2010 offiziell mit der Pflanzung eines Ginkgo biloba. Firmeninhaber Bennie Kuipers hatte die Idee zum Probepark. In ihm haben Züchter die Gelegenheit, ihre Neuheiten zu pflanzen.

Jedes Jahr besuchen rund 300.000 Touristen Emsflower. Wichtig ist dem Unternehmen, Resonanz der Verbraucher auf die Sorten zu erhalten. Im Probegarten sind derzeit auf 1,7 Hektar 760 verschiedene Sorten aufpflanzt. Eine Attraktion im Probegarten ist zudem die Darstellung "Mini-Emsflower" im Verhältnis 1 zu 10.

 

Ergo-Zusatzversicherung für den Pflegefall

Die Krankenkasse für den Gartenbau hat mit den Ergo Direkt Versicherungen einen weiteren Kooperationspartner gefunden. Er gehört wie die Neckermann Versicherungen zur Ergo Versicherungsgruppe und ergänzt das gesetzliche Leistungsangebot der Krankenkasse für den Gartenbau durch private Zusatzversicherungen. Diese werden den Versicherten der Krankenkasse für den Gartenbau mit einem Beitragsrabatt angeboten. Der private Pflegezusatztarif ergänzt zu Sonderkonditionen das Leistungsangebot der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Der Tarif "Pflege-Premium" der Ergo Direkt Versicherungen umfasst den Angaben zufolge nach ärztlicher Feststellung der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe I bis III) folgende Leistungen: Ein Pflege-Tagegeld, je nach festgestellter Pflegestufe in der Pflegestufe III 100 Prozent des vereinbarten Pflegetagegeldes, in der Pflegestufe II 70 Prozent und in der Pflegestufe I 40 Prozent. Tarifliche Leistungen erfolgen ohne Kostennachweis und sind einkommensteuerfrei. Das Mindest-Tagegeld beträgt je nach Wunsch fünf Euro und das Höchst-Tagegeld 150 Euro. Zur bedarfsgerechten Ermittlung des Pflegetagegeldes gebe es eine unterstützende Beratung. Weitere Infos unter Tel. 0800-2551010 (gebührenfrei) oder unter www.kkgartenbau.ergodirekt.de.

 

Sieben Prozent Mehrwertsteuer erneut kritisiert

Der Bundesrechnungshof kommt am 28. Juni 2010 in einem Sonderbericht zu dem Schluss, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für gartenbauliche Erzeugnisse und Heimtierfutter nicht mehr zeitgemäß ist. Er sieht keine tragfähige Begründung, die Steuerermäßigung beizubehalten. Die Begünstigung gartenbaulicher Erzeugnisse widerspreche dem Sinn und Zweck des ermäßigten Steuersatzes. Blumen und Ziergehölze seien lediglich "normale" Verbrauchsgüter und keine Grundversorgungsgüter.

Ihre steuerliche Bevorzugung gegenüber anderen unentbehrlichen Produkten des täglichen Bedarfs (wie zum Beispiel Mineralwasser, Kleidung oder Medikamente) sei nicht zu rechtfertigen, heißt es in den Vorschlägen an die Bundesregierung für eine künftige Ausgestaltung der Steuerermäßigung. Der Bundesrechnungshof fordert eine grundlegende Reform des deutschen Mehrwertsteuersatzes und empfiehlt der Bundesregierung und dem Bundestag in dem Sonderbericht, vor allem den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent zu prüfen.

 

07.07.2010

Neue Belichtungs-Armatur von Hortilux Schréder

Mit der HSX-Armatur bietet Hortilux Schréder B.V. (NL-Monster) eine neue Assimilationsbeleuchtung. Die Armaturen sind mit Gütezeichen, zum Beispiel dem GOST-R Zertifikat, ausgestattet und somit auch für den Export interessant. Die Geräte zeichnen sich nach Angaben des Herstellers durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und Langlebigkeit aus.

Die HSX ist eine herkömmliche Armatur mit einem schlanken, soliden Aluminiumgehäuse und eignet sich für 600-Watt-/400-Volt-Anlagen. Durch die schlanke Ausführung wird der Lichteinfall in das Gewächshaus wenig beeinträchtigt. Der HSX wird standardmäßig mit einer Filter-Spule und einem Deep-Reflektor geliefert.

Nach Anbieter-Angaben verfügt die Armatur über einen durchdachten Wärmehaushalt und erreicht damit eine lange Lebensdauer sowie niedrige Jahreskosten. Der Reflektor ist mit Flügelmuttern befestigt und im Handumdrehen abnehmbar, wenn Reinigungsarbeiten oder ein Austausch erforderlich werden. Die HSX-Armatur verfügt weiterhin über alle Basiseigenschaften des Hortilux-Produktprogramms. Mehr unter www.hortilux.com.

 

IGA Berlin 2017: Durchführungs-GmbH gegründet

Am 24. Juni 2010 wurde die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 GmbH gegründet (IGA). Gesellschafter sind die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) und die landeseigene Grün Berlin GmbH. Zum Geschäftsführer der IGA Berlin 2017 GmbH wurde Christoph Schmidt bestellt. Er ist auch Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH.

Ausgerichtet wird die 170-tägige Gartenausstellung auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Die neue Gesellschaft ist verantwortlich für die Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung der Schau. Berlin trägt zwei Drittel und die DBG ein Drittel der IGA Berlin 2017. Die auf rund 100 Hektar geplante Ausstellung soll neue Antworten auf die Zukunftsfragen der Freiraumentwicklung geben. Sie findet alle zehn Jahre in Deutschland statt. Mehr unter www.igaberlin.de.

 

Substrate: Neue Führungskräfte bei Floragard

Nach Floragard-Geschäftsführer Karl-Heinz Dautz vertritt Stefan Homann ab dem 1. Juli 2010 die Gesellschaft und ihre Ziele nach innen und außen. Ebenso wie Thomas Büter vertritt Homann die Geschäftsführung alleine und gemeinsam. In seinen Aufgabenbereich Unternehmensentwicklung fällt zudem die Markenführung und strategische Projektleitung. Ergänzt wird das Verantwortungsgebiet durch die Vertriebsentwicklung in Deutschland, Österreich, den CEE-Staaten und Asien. Ebenfalls wird er die Forschung und Entwicklung von Floragard maßgeblich führen.

Carsten Riedel ist neuer Leiter des Finanz- und Rechnungswesens bei der Floragard Vertriebs GmbH (Oldenburg). Er übernimmt ab sofort die fachliche und disziplinarische Führung und Entwicklung der eingespielten Abteilung, teilt Geschäftsführer Karl-Heinz Dautz mit. Er werde durch die Analyse möglicher Schwachstellen Verbesserungspotenziale erkennen und mit der Implementierung von Lösungen das Finanz- und Rechnungswesen des Unternehmens weiter optimieren.

 

Großhandel: BGI-Präsidium neu gewählt

Die Delegierten des Verbandes der Deutschen Blumen-Groß- und Importhändler (BGI) haben am 12. Juni 2010 in Köln das Präsidium für die kommenden zwei Jahre neu gewählt: Jan Roelofs (Präsident, Walkersbach), Agneta Becker (Vizepräsidentin, Kelsterbach), Peter Weber (Schatzmeister, Schwalbach-Hülzweiler). Weitere Präsidiumsmitglieder sind Jürgen Klümpen (Straelen-Herongen) sowie Michael Oberschelp (Bielefeld).

Roelofs betonte in seiner Dankesrede an die Delegierten die Bedeutung des BGI als das zentrale Netzwerk für den Handel mit Blumen und Pflanzen in Deutschland. In den nächsten Monaten wird sich der BGI auf dieser Grundlage umfassend mit neuen Perspektiven für den Großhandel und den Verband in seiner neuen Zukunfts-Werkstatt beschäftigen.

 

Wechsel an Spitze der Selbstverwaltung

Anlässlich der Sitzungen der Vertreterversammlungen der Sozialversicherungsträger für den Gartenbau kam es zu einem Wechsel an der Spitze der Selbstverwaltung, teilt die Sozialversicherung Gartenbau (Kassel) mit.

Christian Oberschelp trat auf eigenen Wunsch von seinem Amt als Vorsitzender zurück. Berufliche Gründe waren für die Entscheidung, das Amt als alternierender Vorsitzender der Gartenbau-Berufsgenossenschaft und Vorsitzender der Vertreterversammlungen der Alters-, Kranken- und Pflegekasse für den Gartenbau in andere Hände zu geben, entscheidend, heißt es in einer Pressemitteilung.

Als Nachfolger für den Vorsitz beziehungsweise alternierenden Vorsitz wurden Karl Wolf (Wiesbaden) und als dessen Stellvertreter Dietmar Pfeifer (Erfurt) gewählt.

 

05.07.2010

Buga Schwerin 2009 verzeichnet Überschuss

Zum 31. Dezember 2010 verzeichnet die Bundesgartenschau Schwerin GmbH einen Überschuss von mehr als drei Millionen Euro. "Mit Überschüssen in dieser Größenordnung hatte wohl kaum einer ernsthaft gerechnet, Schwerin hat Bundesgartenschau-Geschichte geschrieben", sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, zur Vorstellung des Buga-Abschlussberichtes im Schweriner Rathaus.

Insgesamt seien im Zusammenhang mit der Buga 2009 Investitionen von rund 350 Millionen Euro ausgelöst worden. Die Umsetzung der Summe in diesem kurzen Zeitraum sei einmalig in der Geschichte der Landeshauptstadt. Das mit der Landesregierung abgestimmte Nachnutzungskonzept bilde eine solide Basis für langfristige Effekte. Die Buga 2009 war innerhalb von zehn Jahren nach der Laga Wismar und der IGA Rostock die dritte Gartenschau in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der zweiten Laga in dem nördlichen Bundesland liebäugelt Güstrow.

Backhaus nehme das Interesse dieser und weiterer Kommunen wohlwollend zur Kenntnis, heißt es, es gebe aber noch keine Entscheidung der Landesregierung über die zukünftige Durchführung von Landesgartenschauen. Man dürfe die finanziellen Anforderungen nicht außer Acht lassen. So stammten bei der Buga 2009 mehr als 70 Prozent der Fördermittel aus EU-Töpfen. Mit Ablauf der Förderperiode 2013 würde diese Förderung aber massiv zurückgehen.

 

Solarstromvergütung: Kürzung verzögert sich

Das von der schwarz-gelben Koalition in Berlin angestrebte Inkrafttreten der Solarstromkürzungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zum 1. Juli 2010 wird immer unwahrscheinlicher. Der vom Bundesrat angerufene Vermittlungsausschuss vertagte die Gespräche zu dem Thema auf den 5. Juli. Damit hat die Koalition dem Drängen der Länder nun bereits ein Stück weit nachgegeben und den Einspruch des Bundesrates nicht einfach überstimmt.

Dies wäre vor der Sommerpause noch möglich gewesen, da die EEG-Änderungen im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig sind. Der Bundestag hatte Kürzungen der EEG-Einspeisesätze für neu installierte Photovoltaik-anlagen von elf bis 16 Prozent befürwortet. Die Länderkammer will, dass die Einspeisesätze allenfalls um zehn Prozent sinken.

 

Koalition will bei Agrardiesel nicht kürzen

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) einigten sich Ende Juni dieses Jahres darauf, den ermäßigten Agrardieselsteuersatz unbefristet und unbegrenzt fortzuführen. Allerdings seien dafür an anderer Stelle im Agraretat Kürzungen nötig.

Die schwarz-gelbe Koalition hatte die Belastung auf Agrardiesel im vergangenen Jahr nach Protesten im Sinne von Gärtnern und Landwirten verringert, also die Ermäßigung auf Agrardiesel beibehalten. Beschränkungen - eine Mindestbelastung von 350 Euro pro Betrieb und eine Obergrenze von 10.000 Litern - wurden 2009 abgeschafft. Die Ermäßigung auf Agrardiesel war zunächst auf zwei Jahre befristet, nun gilt sie unbefristet weiter ohne Selbstbehalt und Deckelung.

 

02.07.2010

Geranium auch in England im Blickpunkt

Unter der mit etwa 300 Arten sehr großen Gattung Geranium finden sich viele marktwichtige Stauden. Die englische Fachzeitschrift Horticulture Week betonte im Rahmen ihrer "Landscape Plant Focus"-Rubrik die Gattung Geranium, vor allem die bodendeckenden Eigenschaften von Geranium endressii, Geranium sanguineum und Geranium macrorrhizum.

Manche Sorten davon - wie Geranium macrorrhizum - wurden von der Königlichen Gartenbaugesellschaft mit dem begehrten Award of Garden Merit ausgezeichnet. Viele Geranium-Arten und Sorten gelten als unproblematisch, sowohl in der Anzucht als auch in der Verwendung.

Richard Cain von Penian Perennials, einer der befragten Staudengärtner, sprach sich für eher ältere Geranium-Sorten aus. Mehrere der neuen Hybriden hätten sich als nicht ausreichend winterhart erwiesen. Als besonders zuverlässig nannte er die Sorte 'Ann Folkard' mit bis zu eineinhalb Meter Wuchshöhe.

 

"Hofladenurteil" um ein Jahr verschoben

Nach einem neuen Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF), veröffentlicht auf dessen Homepage am 24. Juni 2010, wird das "Hofladenurteil" um ein Jahr verschoben und kommt erst zum 1. Juli 2011 zur Anwendung. Die Problematik um die Neuregelung zur Abgrenzung der Landwirtschaft vom Gewerbe bei der Weiterveräußerung von Zukaufswaren ist damit nicht aufgehoben, aber die Betriebe gewinnen etwas Luft, um sich darauf vorzubereiten, so Steuerberater Andreas Völlinger in einer ersten Stellungnahme.

 

Neudorff und NABU arbeiten bei Erde zusammen

Seit dem 1. April dieses Jahres kooperieren Neudorff und der NABU (Naturschutzbund Deutschland) miteinander. Gemeinsames Ziel ist es, die Verwendung von torffreien Erden noch mehr in das Bewusstsein der Hobbygärtner zu bringen. Dazu empfehle der NABU die torffreien NeudoHum-Erden.

Das NABU-Logo soll sich auf allen Erden-Verpackungen von Neudorff sowie auf allen Werbeträgern zum Thema Erde wiederfinden. Nach Auskunft von Neudorff verzeichnen die torffreien Erden seit geraumer Zeit im Garten-Fachhandel erfreuliche Wachstumsraten.

 

TASPO Awards: Einreichung bis 2. Juli möglich

Nun hatten wir extra den Einreichungstermin für die TASPO Award-Bewerbungen um etliche Wochen nach hinten verlagert, um so der Arbeitsbelastung in den Betrieben zu diesem Zeitpunkt zu entgehen. Was passiert? Der Winter reichte bis weit in das Frühjahr hinein und verzögerte den Saisonstart. Im Moment sind viele Betriebe immer noch voll gefordert und finden kaum Zeit, Luft zu holen, geschweige denn, eine Bewerbung zusammen zu stellen.

Wir verlängern deshalb die Einreichungs-Frist bis zum 2. Juli 2010, um diesen Unternehmen die Teilnahme zu erleichtern. So können Sie nicht nur Ihre Kunden versorgen, sondern auch noch Ihre Bewerbung in Ruhe vorbereiten. Auch das Online-Portal steht Ihnen bis dahin natürlich zur Verfügung. Alle Informationen bekommen Sie wie gewohnt unter www.taspoawards.de oder telefonisch unter 040-69206-103.

Oder wie wäre es mit der "Blitzbewerbung": Sie bestätigen einfach im Internet Ihre Teilnahme. Für die weitere Abwicklung sprechen wir Sie dann an und verabreden mit Ihnen das weitere Prozedere.

 

30.06.2010

Kostenlose Publikation zu Folgen der Finanzkrise

Eine Publikation zum Thema "Auswirkungen der Finanzkrise und volatiler Märkte auf die Agrarwirtschaft" gibt die Landwirtschaftliche Rentenbank in ihrer Schriftenreihe heraus. Darin werden die Ergebnisse von fünf Forschungsarbeiten zusammengefasst. Es werden Auswirkungen diskutiert und Lösungen vorgeschlagen. Interessenten können den Band 26 der Reihe kostenlos bestellen unter Tel. 069-2107-363 oder als pdf-Datei herunterladen.

Die Stiftung der Rentenbank fördert wissenschaftliche Arbeiten mit Nutzen für die Landwirtschaft. Seit 1989 veröffentlicht die Rentenbank agrarwissenschaftliche Arbeiten zu aktuellen Fragestellungen. Mehr unter www.rentenbank.de.

 

Desch Summit-Gruppe übernimmt E-PLA B.V.

Die Desch Summit-Gruppe hat die E-PLA B.V. in Ter Aar (NL) übernommen. In Europa handelt Desch Summit unter dem Namen Desch Plantpak. Die Firma stellt Kunststoffverpackungen für die Gartenbauindustrie im Thermoformverfahren her. Dies teilt das Unternehmen in einer Presseinformation mit.

Die Übernahme von E-PLA sei ein weiterer Schritt, um die Marktposition langfristig und nachhaltig zu stärken. Mit dem Zusatz einer Linie hochwertiger Spritzgussprodukte werde ein weiteres Wachstum gesichert.

E-PLA ist seit über 25 Jahren spezialisiert auf die Produktion von Ziertöpfen, Blumenampeln, Pflanzschalen mit Zubehör und verschiedenen Ringen und Clips. Die Übernahme sichere einen größeren internationalen Bereich.

Die Position beider Unternehmen im Markt wird nach Angaben der Direktion optimiert. Sie könnten den Wünschen der Kunden noch besser entgegenkommen, etwa durch eine Vergrößerung der Produktpalette. Das Ziel von Desch Plantpak sei gemeinsames Wachstum mit den Gärtnern. Mehr unter www.desch-plantpak.nl und www.e-pla.nl.

 

28.06.2010

FH Osnabrück bekommt neuen Präsidenten

Prof. Dr. Andreas Bertram wird zum 1. Oktober 2010 das Amt des Präsidenten der Fachhochschule Osnabrück übernehmen, schreibt der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in seinem Informationsdienst. Bertram promovierte nach dem Studium der Gartenbauwissenschaften an der TU München 1996 im Fachgebiet Landtechnik. Seit 1999 ist er an der Fachhochschule Osnabrück tätig.

Er lehrte und forschte im Bereich Technik im Gartenbau an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, habilitierte 2003 an der Universität Hannover. In die Hochschulentwicklung bringt er sich seit 2005 ein, moderierte als Studiendekan in der Fakultät die Umsetzung der Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses, so der ZVG.

Im März 2007 übernahm er das Amt des Dekans seiner Fakultät und das des Vizepräsidenten für die Bereiche Studium und Lehre sowie Internationales. Er engagiere sich für eine Flexibilisierung der Studienorganisation, um individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Studierenden besser gerecht werden zu können.

 

Fachhandelskooperation Sagaflor 2009 im Plus

Die Sagaflor hat ihr geplantes Ziel, den Gesamtumsatz im Jahr 2009 um fünf Prozent zu steigern, nach eigenen Angaben um neun Prozent übertroffen. Davon entfällt laut Jahreshauptversammlung am 11. Juni dieses Jahres auf den Bereich Heimtier ein Zuwachs von 13 Prozent, auf den Garten 14 Prozent.

In der Zentralregulierung und im Eigengeschäft wurde ein Umsatz von 309 Millionen Euro erzielt. Die Zentralregulierungsumsätze wuchsen um 14 Prozent und das Eigengeschäft um 16 Prozent. 25 neue Partner ergeben nun 876 Standorte.

Für das Geschäftsjahr 2010 strebt die Fachhandelskooperation ein Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent an. Die Bereiche Heimtier und Garten sollen mit jeweils mindestens 15 neuen Standorten wachsen.

 

Genter Azaleen erhalten EU-Herkunftszeichen

Das Gemeinschaftszeichen der Europäischen Union für Produkte mit geschützter geografischer Angabe (g. g. A.) haben jetzt die Azaleen aus der belgischen Region Gent erhalten.

G. g. A. bedeutet eine enge Verbindung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel mit dem Herkunftsgebiet. Für g. g. A. ist es ausreichend, wenn mindestens eine der Herstellungsstufen, also Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung, in einem bestimmten Herkunftsgebiet stattfand. Zum ersten Mal innerhalb der EU erhält ein Gartenbauerzeugnis aus dem Zierpflanzenbereich dieses Herkunftszeichen.

 

Scotts ruft verunreinigtes Neem-Präparat zurück

Scotts Celaflor ruft zwei Chargen von Celaflor Naturen Schädlingsfrei Neem 75 ml zurück. In einer internen Prüfung wurden in zwei Chargen des Präparates geringe Mengen eines Unkrautvernichters gefunden. Betroffen sind die Chargennummern 133-09 und 134-09 Mainz. Nur Deutschland sei betroffen. Aufgrund der Verunreinigung könnten behandelte Pflanzen Schaden nehmen. Scotts hat eine Service-Hotline unter Tel. 06131-2106-111 eingerichtet.

 

25.06.2010

Landwirtschaftliche Rentenbank senkt Zinssätze

Die Landwirtschaftliche Rentenbank (Frankfurt/Main) hat die Zinssätze ihrer Förderkredite entsprechend der Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten um bis zu 0,20 Prozentpunkte (nominal) gesenkt.

In der günstigsten Preisklasse (A) liegt der "Top-Zins" für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von zehn Jahren und zehnjähriger Zinsbindung nach Angaben der Bank jetzt bei effektiv 3,02 Prozent und 2,52 Prozent bei fünfjähriger Zinsbindung.

Zum "Top-Zins" werden auch nachhaltige Investitionen beispielsweise in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder im Bereich Bioenergie finanziert. Mehr unter der Service-Nummer (Kreditanfragen) 069-2107-700, Internet: www.rentenbank.de.

 

Gartenchrysanthemen: Kulturverfahren im Test

Sollten unbewurzelte Stecklinge von Gartenchrysanthemen in Vermehrungstöpfen bewurzelt und dann erst in die Endtöpfe getopft oder gleich direkt in die Endtöpfe gesteckt werden? Mit dieser Frage befasste sich ein Beitrag in Gärtnerbörse 5/2010. Insgesamt 19 Gartenchrysanthemen-Sorten kultivierte die Bayerische Landesanstalt (LWG) in Veitshöchheim in sechs verschiedenen Verfahren.

Im Durchschnitt blühten alle Sorten aus Stecklingsvermehrung am 4. September, die direkt gesteckten am 13. September und die ins Freiland getopften Sorten am 7. September. Die Gewächshauskultur brachte rund zwei Wochen Blühverzögerung bei allen drei Varianten. Die etwas dichteren, kompakteren Pflanzen aus Freilandkultur erzielten bessere Qualitätsnoten als diejenigen aus Gewächshauskultur.

Die Kulturverfahren Stecklingsvermehrung und Topfen gelieferter Jungpflanzen zeigten sich zu Kulturende fast gleich bei Pflanzengröße, Frühzeitigkeit und Qualität. Die erst in KW 24 unbewurzelt in die 19-Zentimeter-Endtöpfe gesteckten Sorten hatten schnell angewurzelt und wurden zum gleichen Zeitpunkt ins Freiland geräumt wie die drei Wochen früher stecklingsvermehrten Sorten. Daher blühten sie nur neun Tage später, blieben kleiner und zeigten einen kompakteren Pflanzenaufbau.

 

Viola und Bellis: In kürzester Zeit in den Frühling

Die Normal- und die Kurzkultur bei Viola x wittrockiana und Bellis perennis verglich die Staatsschule für Gartenbau in Hohenheim im Kulturjahr 2009/10, beschrieben in Gärtnerbörse 5/2010. Dabei prüften die Versuchsansteller, ob sich bei einer Kurzkultur mit Topfwoche 51 ausreichende Qualitäten mit angestrebter Blütezeit in Woche 12/13 erzielen lassen.

Die Ergebnisse: Für Viola x wittrockiana trat der Blühbeginn bei Normalkultur ohne Hemmstoff im Durchschnitt aller Sorten in Woche 9, bei Normalkultur mit Hemmstoff in Woche 10 und bei Kurzkultur mit Hemmstoff in Woche 12 bis 13 ein. Schnellste Sorte war 'Fancy Blau mit Auge'. Trotz des strahlungsarmen Frühjahrs erreichten auch bei der Kurzkultur fast alle Sorten bis Woche 12 die Verkaufsreife. Die Qualität war gut, die Pflanzen waren nicht ganz so kräftig wie aus der Normalkultur, die Blüte noch nicht so üppig.

Bei Bellis perennis trat der Blühbeginn bei Normalkultur ohne Hemmstoff im Durchschnitt aller Sorten in Woche 8, mit Hemmstoff ebenfalls in Woche 8 und bei Kurzkultur mit Hemmstoff in Woche 11 ein. Die Sorte 'Speedstar Weiß' war insgesamt geringfügig schneller. Auch bei Kurzkultur erreichten beide Bellis-Sorten die Verkaufsreife bis Woche 12.

 


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