15. 03. 2017

Glyphosat: ECHA sieht kein Krebsrisiko

Ist Glyphosat krebserregend oder nicht? Diese Frage wird von Experten heftig diskutiert. Die Europäische Chemikalienagentur ECHA ist jetzt zu der Überzeugung gelangt, dass von dem Herbizid kein Krebsrisiko ausgeht.

Nach Auffassung der EU-Behörde erfüllen die derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Studien nicht die Kriterien, um Glyphosat als krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsschädlich einzustufen. Allerdings, so bestätigt die ECHA, kann der Pflanzenschutzmittelwirkstoff schwere Augenschäden verursachen und wirkt zudem toxisch auf Wasserlebewesen.

IVA: Glyphosat-Einsatz muss für deutsche Landwirte weiter möglich sein

„Jetzt ist es an der Europäischen Kommission, die mehrfach verschobene Wirkstoffgenehmigung von Glyphosat zu erteilen“, so der kommissarische Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar, Dr. Dietrich Pradt. „Es geht auch um Deutschlands Glaubwürdigkeit in Europa. Vor allem aber geht es darum, Europas Landwirten weiter den Einsatz dieses wichtigen Herbizid-Wirkstoffs zu ermöglichen.“

Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr die Zulassung von Glyphosat zunächst bis Ende 2017 verlängert. Die jetzt vorgelegte ECHA-Bewertung fließt in die Entscheidung über eine erneute Genehmigung des Herbizids mit ein.

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