08. 05. 2017

Gentechnik-Nachweis bei drei Petuniensorten

Bei drei Petunien-Sorten mit orangefarbenen Blüten wurden Genmanipulationen nachgewiesen. Foto: Heinrich Dressler

Am vergangenen Freitag legte das Umweltministerium NRW erste Ergebnisse zu den Untersuchungen der Verbreitung der gentechnisch veränderten Petunien vor, auf die die finnische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit am 27. April aufmerksam gemacht hatte. Die deutschen Kontrolleure waren auf Anhieb fündig geworden: Drei Produktlinien müssen bereits vernichtet werden.

Gentechnisch veränderte Petunien: Weitere Proben werden analysiert

Die Proben stammen aus einem Unternehmen in NRW, sie wurden im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper in Krefeld positiv auf gentechnische Veränderungen getestet. „Weitere Proben, die in den vergangenen Tagen an mehreren anderen Firmenstandorten in NRW genommen wurden, befinden sich noch im Untersuchungsverfahren. Mit Ergebnissen wird in der nächsten Woche gerechnet“, heißt es in einer Erklärung des Umweltministeriums.

Von der Vernichtung der Produktlinien sind folgende Sorten betroffen:

  • 'Pegasus Orange Morn' (Produktname beim Züchter: 'Salmon Ray')
  • 'Pegasus Orange (Produktname beim Züchter: 'Bingo Mandarin')
  • 'Pegasus Table Orange' (Produktname beim Züchter: 'Bingo Orange')

Drei von fünf untersuchten Petuniensorten gentechnisch verändert

Die Untersuchungskommission des Umweltministeriums stellte an drei von fünf untersuchten Produktlinien in einem nicht genannten Unternehmen gentechnische Veränderungen fest.

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat seine Mitglieder bereits in der vergangenen Woche über den Verdachtsfall informiert und empfohlen, den Verkauf von orangefarbenen Petunien solange einzustellen, bis die Untersuchungsergebnisse der Behörden vorliegen, damit keine weiteren Pflanzen in den Handel gelangen. Von der EU wurde der Handel mit orangefarbenen Petunien wenig später untersagt.

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