09. 03. 2017

Fusion norddeutscher Verbände in Sicht

Erstellt von Therese Backhaus-Cysyk

Eine Fusion der norddeutschen Gartenbauverbände rückt näher: Mit großer Mehrheit übergaben die Mitglieder des Gartenbauverbands Nord (Erwerbsgärtner von Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) der Steuerungsgruppe auf dem 10. Norddeutschen Gartenbautag in Hamburg den Auftrag, eine Fusion mit ihrem Schwesterverband vorzubereiten.

Unterzeichnung des Fusionsvertrags im Frühjahr 2018?

Bereits seit vielen Jahren besteht eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband Gartenbau Niedersachsen/Bremen (WVG). Nun soll zeitnah, möglichst im Frühjahr 2018, eine Fusion beider Verbände unterzeichnet werden, erklärte Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer beim Gartenbauverband Nord, auf Anfrage der TASPO.

In seinem Unternehmensverband des Erwerbsgartenbaus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hatte sich das Präsidium den Auftrag von den Mitgliedern absegnen lassen, dazu einen Verschmelzungsvertrag beider Verbände, einen Satzungsentwurf sowie einen Beitragsordnungsentwurf für den neuen Regionalverband fertigen zu können.

Rechtliche, finanzielle und organisatorische Probleme bedenken

„Wir haben die umfangreichen Arbeiten jetzt angestoßen, wollen die Vertragsentwürfe nun erstellen, diese im Herbst diskutieren und im Frühjahr 2018 beschließen“, ergänzte Dr. Schoppa den voraussichtlichen zeitlichen Fahrplan. „Es wird ein schwieriger Prozess, denn alle rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Probleme müssen bedacht werden.“

Immerhin handelt es sich um ein riesiges Gebiet, was durch die gemeinsame Fusion entstehen soll, mit rund 900 bis 1.000 Mitgliedern, erklärte Lutz Arnsmeyer, Geschäftsführer Wirtschaftsverband Gartenbau Niedersachsen/Bremen. „Auch bei uns sollen die Ergebnisse der Steuerungsgruppe im Herbst den Mitgliedern präsentiert werden“, ergänzte er.

Verbände tragen sich seit Jahren mit Fusionsgedanken

Der Fusionsgedanke keimt bei beiden Verbänden bereits seit rund fünf Jahren, zeigte Dr. Schoppa auf. Aufgrund der anhaltenden rückläufigen Mitgliederentwicklung in den Gartenbauverbänden – die Betriebe werden immer größer – wurde die Zusammenarbeit mehr und mehr intensiviert.

Durch die Fusion könne eine stärkere Interessenvertretung gegenüber der Bundesregierung und den fünf Landesregierungen in Norddeutschland entstehen. „Sinnvoll ist eine Strukturveränderung, solange jeder noch stark genug ist“, ist man sich bei beiden Verbänden einig.

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