29. 03. 2017

Floristik: Die Lage ist angespannt

Der FDF-Fachausschuss Wirtschaft ist der Auffassung, dass die Lage in der Floristik-Branche angespannt ist. Zahlreiche Faktoren tragen zu der Situation bei.

Kunden wollen immer weniger Geld für Floristik ausgeben

Die mangelnde Bereitschaft der Kunden, Geld für Blumensträuße und andere floral gestaltete Produkte in die Hand zu nehmen, nehme laut Ausschuss weiter ab. Auch der Trend zum Do-it-yourself macht den Blumenfachgeschäften zu schaffen. Zudem herrscht ein Mangel an Nachwuchs, vor allem bei der Geschäftsübernahme, so dass zahlreiche Floristen ihren Betrieb schließen müssen, da die Nachfolge nicht geklärt werden kann.

Um dem Negativtrend entgegen zu wirken sollen Fachgeschäfte ihre Kompetenz der floralen Gestaltung schon im Firmenlogo deutlich machen. Das Fazit der Ausschussmitglieder zum Ende ihrer Sitzung: Jeder von uns muss die Botschaft „Florales ist Ausdruck von Lebenskultur, Stil und Symbolik überbringen“.

Blumen und Pflanzen verkommen zur Massenware

Dass bestimmte Blumen und Pflanzen durch die Strategie des fachfremden Handels und der Discounter immer mehr zur Massenware werden, bemängelte der FDF-Wirtschaftsausschuss ebenfalls. „Was früher florale Juwelen waren, ist heute ein Massenprodukt!“, brachte es der Vorsitzende Kurt Hornstein auf den Punkt. Deshalb müssten Floristen immer mehr auf nur fachliche, sondern auch betriebswirtschaftliche Kompetenz achten. Zudem müssen Fachgeschäfte vermehrt Marketing für sich und ihre grünen Produkte betreiben, zum Beispiel indem sie Social Media nutzen.  
Weiter noch fordert das Gremium die Einführung eines Schnittdatums, um die Transparenz grüner Produkte weiter zu erhöhen. Für Floristen bietet das Schnittdatum einen wichtigen Anhaltspunkt über die Qualität der Handelsware, vor allem im Hinblick auf besonders umsatzstarke Tage.

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